A


A wie AG: Eine Aktiengesellschaft, oder kurz AG, ist ein Unternehmen, dessen Anteile zumindest teilweise als Aktien gehandelt werden. Durch diesen Verkauf von Anteilen haben AGs meistens mehr Kapital zur Verfügung, können deshalb größere Investitionen tätigen und sind deshalb häufig sehr große Unternehmen.

A wie Aktie: Eine Aktie ist ein sehr kleiner Anteil an einem Unternehmen und wird an einer Börse gehandelt. Der Preis einer Aktie wird bestimmt durch Angebot und Nachfrage und gibt dem Aktionär bestimmte Mitspracherechte im Unternehmen.

A wie Anleihe: Eine Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier. Anleihen haben eine feste Laufzeit und Verzinsung, d.h. ihre Rendite ist in den meisten Fällen schon im Vorhinein festgelegt. Es gibt mehrere Arten von Anleihen, u. a. Zerobonds, Optionsanleihen und Wandelanleihen. Meistens werden Anleihen von Staaten und Unternehmen ausgegeben. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinspolitik der Zentralbanken sind sichere Anleihen (z.B. deutsche Staatsanleihen) kaum noch rentabel und haben eine geringe oder sogar negative Verzinsung. Doch trotz der aktuellen Niedrigzinspolitik der Zentralbanken können Anleihen eine sinnvolle und risikominimierende Komponente in einem Portfolio sein.

A wie Apple, Amazon, Alphabet, Alibaba: Vier der „wertvollsten“ Unternehmen der Welt.


B


B wie Big Five: Big Five, Big Tech oder Tech Giants sind Namen für die fünf großen US-amerikanischen Technlogiekonzerne Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet (Google) und Facebook. Zusammen haben diese fünf Unternehmen einen Marktwert von über 6 Billionen Dollar. Auf ihren jeweiligen Gebieten haben alle dieser Konzerne einen so großen Marktanteil, dass man fast schon von Monopolen sprechen kann, so hat etwa Amazon über 50% Marktanteil am Online-Handel, außerdem teilt es sich 94% Marktanteil bei Smart Speakern mit Alphabet. Google und Apple teilen sich 99% Marktanteil bei Handybetriebssystemen. Außerdem haben Alphabet (mit YouTube) und Facebook (mit der Kernfirma und Instagram) einen großen Anteil am Social Media Markt. Während der letzten 10 Jahre haben die Big Five ihren Marktwert immer weiter gesteigert und bisher ist keine Trendwende zu erkennen.

B wie Blase: Eine Blase oder Bubble ist ein Phänomen an den Investmentmärkten, bei dem ein bestimmter Markt überbewertet wird, weshalb die Preise in dieser Sparte besonders stark steigen. Irgendwann stellen die Marktteilnehmer dann fest, dass die Wertpapiere oder andere Anlageklasse ihre hohe Bewertung zu unrecht haben und es kommt zu einem dynamischen Abverkauf an den Märkten. Weil sich für diese Wertpapiere dann keine Käufer mehr finden, fallen die Preise immer weiter. Alle Akteure die dann in diesen Markt noch investiert sind und ihre Positionen nicht rechtzeitig verkauft haben, verlieren einen Großteil ihres angelegten Vermögens. Die letzten beiden Blasen waren die Dotcom-Blase im Jahr 2000, in der massiv auf Technologieunternehmen spekuliert wurde und die Immobilienblase, die 2008 eine globale Finanz- und Wirtschaftskrise auslöste.

B wie Broker: Ein Broker oder zu deutsch Börsenmakler ist die Person, die die Kaufaufträge eines Kunden auf dem jeweiligen Markt ausführt. Entschließt sich ein Anleger etwa, eine bestimmte Aktie zu kaufen, so gibt er dem Broker dafür den nötigen Auftrag und dieser führt dann die tatsächliche Handlung durch. Dafür wird der Broker mit einer Vermittlungsgebühr bezahlt. Einige Broker bieten auch Beratung oder Kaufempfehlungen an. Ein Broker kauft also immer für seinen Auftraggeber und nicht für sich selbst (ausgenommen ist hierbei das Thema Eigenhandel).

B wie Bullenmarkt: Als Bullenmarkt bezeichnet man einen lang anhaltend steigenden Kurs (z.B. Nasdaq), wie etwa zwischen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 und der derzeitigen Corona-Krise. Faktisch gesehen hatte man seit 1983 einen globalen Bullenmarkt vorliegen, der nur für kurze Zeitspannen unterbrochen wurde.
Als Gedankenstütze: Ein Bulle bewegt seinen Kopf, wenn er jemanden angreift von unten nach oben.

B wie Bärenmarkt: Der Bärenmarkt bildet das genaue Gegenteil des Bullenmarktes. Von einem Bärenmarkt spricht man, wenn der Kurs des Gesamtmarktes fallend ist. Als Grenze wird hier die 20% Marke verwendet: verliert der Dax z.B. mehr als 20%, befindet er sich in einem Bärenmarkt. Häufig tritt diese Situation in politischen oder wirtschaftliche Krisen auf. Wie auf beim Bullenmarkt gibt es hier eine Gedankenstütze: Ein Bär schlägt mit seinen Tatzen von oben nach unten, wenn er angreift.

B wie Börse: Eine Börse ist ein Markt für Wertpapierhandel. Es können aber auch Rechte, Wertstoffe oder Devisen gehandelt werden. Ob eine Börse ein tatsächlicher Ort, wie etwa der New York Stock Exchange oder eine virtuelle Plattform ist, spielt dabei keine Rolle. Allerdings haben Börsen nur bestimmte Öffnungszeiten, wodurch Zeiträume entstehen, in denen an ihnen nicht gehandelt werden kann. Der Handel findet in dieser Zeit außerbörslich statt.

B wie Bitcoin: Bitcoin ist die Kryptowährung mit dem größten Handelsvolumen und die erste Anwendung von Blockchain. 2008 wurde Bitcoin von einem, sich selbst als Satoshi Jamamoto bezeichnenden, Softwareentwickler erstellt. Anders als bei anderen, an den Börsen gehandelten Assets, steht hinter einem Bitcoin nichts reales, wei etwa ein Anteil an einem Unternehmen oder ein Kredit, was den Wert von Bitcoin nur von Angebot und Nachfrage abhängig macht. Wie bei allen Kryptowährungen hat auch der Wert von Bitcoin eine hohe Volatilität und kann nicht wirklich langfristig vorhergesagt werden. Wirklich bekannt wurde Bitcoin im Herbst 2017, als der Wert innerhalb kurzer Zeit um 1000% stieg und damit viele Anleger, die früh eigestiegen waren sehr reich machte. Auch wenn der Wert seitdem wieder gesunken ist und derartige Preisschwankungen nicht mehr sehr wahrscheinlich sind, bleibt Bitcoin doch eine spannende Anlage.

B wie Bitcoin Cash und Binance Coin: Andere Kryptowährungen, die allerdings kein so großes Marktvolumen haben wie Bitcoin.


C


C wie CFD: Ein CFD oder zu deutsch Differenzkontrakt ist ein relativ junges Finanzinstrument, welches sich in den letzten Jahren einer größeren Beliebtheit erfreuen konnte. CFDs zählen zu den Derivaten, die ein hochspekulatives Investment darstellen. Ein CFD/Derivat ist ein Wertpapier, dessen Kurs von der Kursentwicklung eines Basiswertes abhängt. Um an einer Preisbewegung eines bestimmten Basiswerts teilzuhaben, muss man im Handel mit CFDs nicht den zugrundeliegenden Basiswert (zum Beispiel eine Aktie) kaufen. Dadurch ist der CFD-Handel, im Vergleich zum Handel mit Aktien oder anderen Wertpapieren, schon mit wenig Kapital möglich. Wie auch bei anderen Investments kann man beim CFD-Handel sein eingesetztes Kapital vollständig verlieren.

C wie China50: Der FTSE China A50 Index oder kurz China50 ist einer der bedeutendsten chinesischen Aktienindizes und bildet die Kursentwicklung der größten 50 Chinesischen AGs ab. Der Index besteht dabei zu einem großen Teil aus Banken und anderen Unternehmen aus dem Finanzsektor.

C wie Citigroup: Die Citigroup ist ein US-amerikanischer Bankkonzern und war einer der Marktakteure, die 2008 die Finanzkrise auslösten und am heftigsten davon betroffen waren.

C wie Convertible Arbitrage: „Convertible Arbitrage“ beschreibt eine Hedgefonds Strategie. Diese Strategie ist vor allem aus früheren Zeiten als Allwetterstrategie bekannt, da sie keine bestimmte Entwicklung des Marktentwicklung voraussetzt. Diese Strategie beruht auf dem Handel mit Wandelanleihen (Wandelanleihen sind Anleihen, die einen Umtausch in Aktien zu einem bestimmten Kurs beinhalten). Für seine Strategie benötigt der Hedgefonds eine unterbewertete Wandelanleihe eines Unternehmens (meistens lassen sich in einem illiquiden Markt eher Arbitrage Möglichkeiten und damit unterbewertete Anleihen finden). Diese kauft der Hedgefonds nun im großen Stil auf und verkauft gleichzeitig die Aktien des jeweiligen Unternehmens (der Hedgefonds „hedged“ so seine Position in den Wandelanleihen). Falls der Markt fällt, bringt der Leerverkauf viel Geld und falls der Markt steigtman durch seine große Positionen in den Wandelanleihen Gewinn, da diese durch ihre beinhaltete Option nun deutlich im Wert steigen. Falls die Aktie steigt, verkauft der Hedgefonds zu einem höheren Preis mehr Aktien und falls die Aktie fällt kauft er die Aktien wieder zurück, somit verkauft er praktisch gesehen zu hohen Kursen und kauft zu niedrigen Kursen. Eigentlich ideal, jedoch muss man dazusagen, dass illiquide Märkte deutlich risikoreicher sind.

C wie Coronakrise: Die derzeitige Finanzkrise wird auch im Aktiengeschäft als Coronakrise bezeichnet. Anders als bei anderen Finanzkrisen handelt es sich beim Auslöser dieser Krise nicht um eine Kreditblase, wie bei der Finanzkrise 2008, sondern um einen tatächlichen Arbeitsstillstand oder Lockdown. Außerdem hat bei dieser Krise die Politik das erste Mal die Möglichkeit, die Gegenmaßnahmen zeitgleich zur Krise zu entscheiden, was dazu führt, das niemand den weiteren Krisenverlauf wirklich vorhersagen kann, da es eine solche Krise schlicht noch nicht gab. Das gilt auch für die besondere Geschwindigkeit, mit der die Aktien einbrachen, z.B. sank der DAX um 40% innerhalb eines Monats. Durch die massive Intervention der Notenbanken weltweit und die Ausgabe von „stimulus checks“ in den USA konnten sich die Märkte in einem noch nie gesehenen Tempo erholen und stehen zum Teil auf neuen Höchstständen (siehe z.B. Nasdaq-100).

C wie CDS: Ein Credit Default Swap oder kurz CDS ist ein Derivat oder Vertrag zwischen einem Kreditgeber und einem anderen Marktakteur, meist einem Versicherer. Der Kreditgeber bezahlt dabei dem Versicherer einen bestimmten Prozentsatz vom Wert des zu versichernden Kredits und erhält dafür vom Versicherer die Garantie, dass, wenn der Kreditnehmer den Kredit nicht mehr zurückzahlen kann, der Versicherer den Kredit eintauscht (engl. Swap = tauschen), und dem Kreditgeber somit das verliehene Geld rückerstattet. Der Kreditgeber gibt einen Teil der Kreditzinsen ab, kann dafür aber sicher sein, dass er zumindest einen Teil seines Geldes zurückbekommt. Wie bei allen Versicherungen muss auch bei CDSs der Versicherer immer so viel für seine Sicherung einnehmen, dass er die Versicherten immer auszahlen kann, Im Zuge der Bankenkrise 2008 traf das häufig nicht mehr ein, da kaum jemand einen kompletten Zusammenbruch des Immobilienmarkts erwartet hatte. Viele Versicherer, die davor Credit Default Swaps verkauft hatten, konnten diese nicht mehr auszahlen und verstärkten dadurch die Krise noch.


D


D wie DAX: Der deutsche Aktienindex (oder kurz DAX) bildet die Entwicklung der größten deutschen AGs ab. Der Einfluss einer Wertentwicklung einer Aktie hängt dabei vom Wert der momentan frei gehandelten Aktien dieses Unternehmens ab. So macht die Volkswagenaktie nur 2,43%, BASF aber 5,3% des DAX aus, obwohl der Gesamtwert der Volkswagen AG deutlich über dem von BASF liegt. Anders als andere Indizes ist der DAX ein Performance-Index, wird beim DAX wird also nicht nur die Wertentwicklung der Aktien berücksichtigt, sondern auch die Dividende der jeweiligen Unternehmen. Es wird also praktisch davon ausgegangen, dass ein Investor sein Portfolio genau im derzeitigen Einflussverhältnis anlegt und jede Dividende, die er daraus erhält, wieder in dieses Portfolio investiert. Als Basiswert wurde die Börsenlage vom 31. Dezember 1987 mit 1000 Punkten angesetzt. Seitdem ist der Dax auf zwischenzeitlich über 13.700 Punkte gestiegen. Die DAY-Berechnung findet täglich von 9:00 Uhr bis 17:30 statt, seit 2006 wird der DAX sekündlich berechnet.

D wie Daytrading: Als Daytrading bezeichnet man eine besondere Art des Wertpapierhandels. Der Name Daytrading ist dabei Programm, denn der Daytrader handelt (traded) dabei sehr kurzfristig, er hält eine Position selten länger als einen Tag. Häufig werden die Positionen beim Daytrading gehebelt, weshalb Daytrading für erfahrene Trader in einigermaßen vorhersehbaren Zeiten sehr lukrativ sein kann. Andererseits können Politik- oder Wirtschaftsnachrichten den Markt sehr schnell in die eine oder andere Richtung beeinflussen, was Daytrading sehr riskant macht.

D wie Dividende: Eine Dividende wird von Aktiengesellschaften an seine Aktionäre ausgeschüttet. Dabei wird der Gewinn des letzten Geschäftsjahres zum Teil im Unternehmen reinvestiert, den Rest erhalten die Aktionäre, aufgeteilt nach ihren Unternehmensanteilen, d.h. Wer 5% der Aktien eines Unternehmens hält, erhält auch 5% der Dividende. Da jede AG grundsätzlich von den Aktionären auf der Hauptversammlung geführt wird und diese an einer möglichst hohen Dividende interessiert sind, sind AGs grundsätzlich auf Gewinnmaximierung ausgelegt. In letzter Zeit haben sich aber immer mehr Unternehmen dazu entschlossen, auf eine Gewinnausschüttung zu verzichten, um mehr Geld reinvestieren zu können und somit innovativ zu bleiben. Die bekanntesten Beispiele dafür bilden Facebook, Alphabet und Tesla.

D wie Dotcom Blase: Als Dotcom Blase bezeichnet man die Spekulationsblase auf die sogenannten Dotcom-Unternehmen: Technologie- oder andere mit Internet assoziierte Unternehmen, daher der Name Dotcom („.com“ als Domain-Endung im Internet). Zuvor waren viele Technologiestartups gegründet worden und es hatte sich der Glauben verbreitet, dass diese Unternehmen in Zukunft zu den wertvollsten am Markt werden würden, weshalb viele Anleger deren Aktien zu zu hohen Preisen kauften. Auch Unternehmen kauften die Startups zu teuer, nur um sie später selbst mit Investitionen zahlungs- und konkurrenzfähig zu halten. Im März 2000 platzte die Blase und viele Anleger wechselten zu angeblich sichereren Investitionen, wie etwa Immobilien-ETFs, was zu einem starken Preisanstieg führte und so die Immobilienblase auslöste.

D wie Dow Jones: Der Dow Jones oder offiziell Dow Jones Industrial Average ist der wichtigste Index der USA. Anders als beim DAX gibt es für die Aufnahme in den Dow Jones keine bestimmten Voraussetzungen, die Entscheidung, welche Unternehmen aufgenommen werden liegt allein beim Wall Street Journal. In der Realität bildet der Dow Jones also nicht die 30 größten Unternehmen der USA ab, sondern 30 Unternehmen, die in ihrer bisherigen Geschichte ziemlich erfolgreich waren. Besonders am Dow Jones ist außerdem die Tatsache, dass wenn der Wert innerhalb eines Vormittags um 10% fällt, die New Yorker Börse für eine Stunde geschlossen wird. Zusätzliche Regeln gelten auch für spätere Tageszeiten oder höhere Kursverluste. Der Index wurde am 26. Mai 1896 von Charles Dow ins Leben gerufen und umfasste zunächst 12 Unternehmen. Seinen größten Kursverlust verzeichnete der Dow Jones in Folge des Börsencrashs 1929 und sank um fast 90%, seitdem gab es infolge großer Wirtschaftskrisen immer wieder heftige Schwankungen, zuletzt lag der Wert vor der Corona-Krise bei über 29.000 Punkten.


E


E wie ETF: Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Investmenttool, dass die Entwicklung mehrerer Wertpapiere und Wertpapierklassen vereint. Mehr dazu beim Artikel ETF.

E wie Eigenkapital: Das Geld, das Aktionäre durch das Aufkaufen von Aktien, also Unternehmensanteilen, den Unternehmen zur Verfügung stellen, wird als Eigenkapital bezeichnet. Eigenkapitalgeber ist somit Gleichbedeutend mit Aktionär. Gegenstück zu Eigenkapital ist das Fremdkapital, also das Geld das von Banken an die Unternehmen verliehen wird, meist in der Form von Krediten.

E wie eToro: eToro ist eine Tradingwebseite / -app, die auf einfachem Weg Investment ermöglicht. Man handelt dabei nicht mit tatsächlichen Aktien, sondern ausschließlich mit CFDs. Da eToro aber für seine Kunden auch der Marketmaker ist, d.h. sämtliche Deals laufen nur innerhalb der Plattform, verdient es sein Geld nur über die Kaufgebühren und Verluste seiner Kunden. Somit kann eToro für Einsteiger eine gute Möglichkeit sein, mit einem Demo-Konto Erfahrungen zu sammeln, für eine tatsächliche Anlage gibt es bessere Anbieter.

E wie Eos, Etherium, Etherium Classic: Einige der größten Kryptowährungen.


F


F wie Futures Contract: Eine Möglichkeit für Investoren auf dem Rohstoffmarkt zu verdienen. Ein Futures Contract ist eine Erlaubnis und Verpflichtung für den jeweiligen Besitzer an einem bestimmten Datum eine bestimmte Menge des jeweiligen Rohstoffs „abzuholen“. Der ursprüngliche Sinn besteht darin, dass Unternehmen, die zum Beispiel auf Öllieferungen angewiesen sind, schon im Voraus planen können, wie viel Geld sie für die monatliche Öllieferung bezahlen müssen. Der für Investoren spannende Teil beginnt mit den Preisschwankungen der Rohstoffe. So kaufen Trader einen Futures Contract in einer Zeit, in der der Rohstoffpreis eher niedrig ist, um ihn später mit einem höheren Preis an den tatsächlichen Abnehmer weiterzuverkaufen. Wohin das führen kann, sah man im April 2020, als der Futures Contract für Öl in den USA in negative Beträge rutschte und Käufer dafür bezahlt wurden die Öllieferungen zu nutzen. Zuvor hatten Investoren auf steigende Ölkurse gesetzt, die Preise waren weiter gefallen und die Trader mussten ihre Contracts loswerden, da sie keine Möglichkeit hatten, das Öl tatsächlich abzuholen.

F wie Fundamentale Analyse: Die Fundamentalanalyse ist eine Art der Finanzanalyse, die sich mit Unternehmensdaten und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen beschäftigt und versucht aus diesen Daten den angemessenen bzw. fairen Börsenkurs eines Wertpapiers zu bestimmen. Wichtige Kennzahlen sind dabei unter anderem das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis), KCV (Kurs-Cahsflow-Verhältnis) und die Eigenkapitalquote. Durch die fundametale Analyse erhoffen sich Marktteilnehmer „unterbewertete“ Aktien zu finden, also Aktien die unter ihrem fairen Wert gehandelt werden.


G


G wie Gold: Für viele Investoren und Anleger bildet Gold eine Absicherung gegen heftige Börsenabstürze und Kursschwankungen, da das Edelmetall immer einen rechtstabilen Wert hat. Weil viele Marktakteure bei einer aufkommenden Krise ihr Geld in Gold anlegen und somit absichern wollen, steigt in diesen Fällen der Goldpreis häufig an.
Viele Anleger sehen in Gold die absolute Sicherheit, selbst bei einem Systemzusammenbruch ihr Vermögen bewahren zu können, aus der Sicht einiger Experten gehen diese Anleger aber nur davon aus, dass das Geldsystem zusammenbricht, der Rechtsstaat aber dennoch bestehen bleibt, was in einer großen Krise wie etwa der Great Depression durchaus passieren kann, bei einem Systemkollaps ist jedoch auch Gold nicht vor Diebstahl sicher. Im Sommer 2020 erreichte Gold neue Höchststände, auch aufgrund der unsicheren Lage an den Märkten bezüglich des Coronavirus.


H


H wie Hedgefond: Ein Hedgefond („Hedge“: engl. absichern) ist ein aktiv gemanagter Fond oder ETF, der sich jedoch in einigen Aspekten von einem gewöhnlichen Aktienfond unterscheidet. Erstens ist es meistens nur ab einer gewissen Geldsumme möglich, in ein Hedgefond zu investieren, sodass dies häufig nur sehr Vermögende Privatpersonen oder Firmen wie etwa Versicherungen tun können. Zweitens kann nur zu bestimmten Zeitpunkten in Hedgefonds investiert werden und drittens haben Hedgefonds auch eine andere Anlagestrategie und Funktion als andere Investmentfonds. Ursprünglich waren Hedgefonds als Anlagemöglichkeiten gedacht, mit denen etwa Unternehmer auch von fallenden Kursen in Krisenzeiten profitieren konnten, um so genug Geld zur Verfügung zu haben, um die eigene Firma durch auftragsschwache Jahre zu bringen. Hauptsache deshalb, weil Hedgefonds Leerverkäufe tätigen dürfen, daher auch der Name. Mittlerweile haben sich Hedgefonds eher zu einer risikoreichen, aber dafür auch lukrativen Anlagemöglichkeit entwickelt, der Gewinn geht dabei traditionsgemäß zu 20% an die Fondsverwaltung als Bezahlung und zu 80% an die Anleger.
Hedgefonds stehen jedoch auch immer häufiger in der Kritik, weil sie mittlerweile über 3 Billionen Dollar verwalten und daher auftretende Kursschwankungen noch deutlich verstärken können. Außerdem werden sie häufig mit Heuschreckenschwärmen verglichen, die sich auf aufstrebende Industriezweige stürzen, die Unternehmen aufkaufen und dann, ohne Rücksicht auf die Angestellten oder die Zukunft des Unternehmens, mit möglichst viel Gewinn wieder weiterverkaufen. Trotz des gewaltigen verwalteten Vermögens zahlen die meisten Hedgefonds kaum Steuern, da sie nahezu ausnahmslos in Steueroasen, wie etwa den Kaimaninseln, registriert sind.


I


I wie Investmentbank: Invetmentbanken sind eine besondere Art von Banken, deren Geschäft nicht im üblichen Kredit- und Kleinkundengeschäft besteht, sondern im Handel mit Wertpapieren, der Risikobewertung und Marktanalyse von Unternehmen und der Einführung von Unternehmen an die Börse besteht. Häufig bildet das Investmentbanking nur eine Sparte einer Großbank, wie etwa bei der Deutschen Bank oder der Citigroup, es gibt jedoch auch reine Investmentbanken wie die US-amerikanischen Banken JP Morgan, Goldman Sachs oder Morgan Stanley. Vor der Finanzkrise 2008 waren Investmentbanken die absoluten Marktführer am Wertpapiermarkt, durch den Vertrauensverlust ihrer Kunden haben sie diesen Rang mittlerweile an andere Vermögensverwalter wie Hedgefonds oder Fondgesellschaften verloren.

I wie Immobilienblase: Der Begriff der Immobilienblase kommt meistens im Zusammenhang mit der Finanzkrise 2008 vor. Der Auslöser dieser Finanzkrise war die Überbewertung des US-amerikanischen Immobilienmarktes. Hierbei wurden Kredite von Hauskäufer zu CDOs (Collateralized Debt Obligation) gebündelt, um das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit eines einzelnen Kreditnehmers zu verringern. Diese CDOs waren derart begehrt, dass künstlich immer weitere Immobilienkredite vergeben wurden, was zu enorm günstigen Kreditzinsen führte und die Immobilienpreise massiv in die Höhe trieb. Als irgendwann die Immobilienkäufer ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten, platzte die Blase. Wie bei Blasen üblich sanken die CDO-Preise rasant und die Anleger und Banken, die CDOs besaßen, verloren einen Großteil ihres Vermögens. Durch die falsche und viel zu hohe Bewertung der CDOs und der gewollten (oder ungewollten) Manipulation des Markts verloren Investmentbanken, Ratingagenturen und andere beteiligte Finanzdienstleister zu Recht an Glaubwürdigkeit.

Bei Interesse an diesem Thema empfehlen wir den Film „The Big Short“

I wie ISIN: Die ISIN (International Securities Identification Number) ist die international bekannteste Wertpapierkennnummer. Sie besteht aus 12 Stellen, die das jeweiligen Land, die NSIN (National Securities Identifying Number) und die Prüfziffer an der letzten Stelle enthalten. Auch die Wertpapierkennnummer (WKN) findet sich in der ISIN.


K


K wie Kapitallebensversicherung: Wie bei einer „normalen“ Lebensversicherung wird auch bei einer Kapitallebensversicherung ein bestimmter Betrag pro Monat eingezahlt, anders als bei einer Risikolebensversicherung wird aber mehr eingezahlt, aber zu einem gewissen Teil auch von der Versicherung angelegt. So ergibt sich über die Jahre eine immer größere Geldmenge durch Einzahlungen, Zinsen und Zinseszinsen. Nach einer bestimmten Laufzeit oder der Kündigung der Versicherung wird bei einer Kapitallebensversicherung das angesparte Geld an den Versicherten ausgezahlt. Somit ist eine Kapitallebensversicherung eigentlich eine Kombination aus Geldanlage und Lebensversicherung.

K wie Kurs-Gewinn-Verhältnis: Das KGV drückt das Verhältnis von Aktienkurs zu Unternehmensgewinn pro Aktie aus. Ein niedriges KGV steht für eine eher günstige Aktie, ein hohes KGV für das Gegenteil. Jedoch kann auch eine schlechte Ertragslage oder das Missmanagement eines Unternehmens zu einem niedrigen KGV führen. Man sollte sich niemals auf eine einzelne betriebswirtschaftliche Kennzahl verlassen. Die Berechnung erfolgt wie folgt: KGV = Kurs der Aktie / Gewinn je Aktie. Im englischsprachigen Raum wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis auch Price-Earnings-Ratio (PER) genannt.


L


L wie Lebensversicherung: Der Sinn einer Lebensversicherung besteht darin, eine Familie oder Gruppe, deren Haupt- oder Nebenverdiener plötzlich oder vorzeitig stirbt, vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Dafür zahlen die Versicherten jeden Monat eine bestimmte Summe in die Versicherung ein, um dann im Ernstfall einen bestimmten Betrag an die Hinterbliebenen zu erhalten. Wie die meisten Versicherungen basiert auch die Lebensversicherung auf der Tatsache, dass mehr Menschen in die Versicherung einzahlen, als von der Versicherung im Ende ausgezahlt werden müssen. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Lebensversicherungen: Kapitallebensversicherungen und Risikolebensversicherungen. Mehr dazu bei den jeweiligen Artikeln.

L wie Leerverkauf: Ein Leerverkauf ist eine beliebte Methode um Aktien oder andere Werte zu shorten. Dabei leiht sich der Leerverkäufer zunächst bei einem oder mehreren Aktionär eine bestimmte Anzahl an Aktien und verkauft diese. Nach einer gewissen Zeit kauft er diese Aktien wieder und gibt sie dem ursprünglichen Aktionär zurück (natürlich gegen eine gewisse Leihgebühr). Fällt in der Zwischenzeit der Aktienkurs, muss der Leerverkäufer weniger Geld für das Zurückkaufen bezahlen, als er für den Verkauf erhalten hat. Diese Differenz bleibt ihm damit und ist sein Gewinn. Steigt der Aktienkurs, muss der Leerverkäufer die Aktie teurer zurückkaufen und macht Verlust. Vor allem Hedgefonds fokussieren sich auf potenzielle Leerverkäufe, denn wenn ein Unternehmen bzw. die Aktie im Wert deutlich fällt, so macht der Hedgefonds damit sehr viel Geld. Zum Beispiel haben Hedgefonds mit ihren Leerverkäufen im Falle Wirecard zwischen 1,6 – 3,3 Milliarden Euro verdient.

L wie Leverage: Ein Leverage oder Hebel ist eine Möglichkeit auf dem Finanzmarkt die Kursänderungen seiner Anlage zu verstärken. Angelehnt ist dieser Begriff an mechanische Hebelwirkung, bei der eine kleine Drehung eine immer größere Wirkung hat, je weiter der man sich von der Drehachse entfernt. Bei finanziellen Hebeln wird vom Anleger quasi ein Kredit aufgenommen, der dann zusätzlich zum eigentlichen Anlagekapital in eine Position angelegt wird. Verändert sich jetzt dieser Positionswert, wird die gesamte Änderung auf den Geldbetrag bezogen, den der Anleger selbst eingezahlt hat, während der Wert des Kredits konstant bleibt. Eine Beispiel: Ein Anleger will mit 1000€ eine zweifach gehebelte Position auf eine Aktie eröffnen. Dafür nimmt er bei einer Bank einen Kredit für 1000€ auf und kauft sich mit den 2000€ die Aktien. Steigt der Preis der Aktie um 10% hat der Anleger 2200€, seine Anlage hat sich also um 200€ erhöht. Wenn der Anleger die Position schließt, zahlt er die 1000€ an die Bank zurück und hat somit noch 1200€ übrig. Sein Investiertes Geld hat sich somit um 20% gesteigert, obwohl sich der Kurspreis nur um 10% erhöht hat. Das große Risiko bei bei gehebelten Anlagen liegt bei fallenden Kursen. Wenn ein Anleger eine Position z.B. fünffach hebelt und der Kurs um 25% fällt, hat er 125% seines investierten Geldes verloren, also seine gesamte Anlage und muss die zusätzlichen 25% noch an die Bank zurückzahlen. Bei CFDs und anderen Positionen, die man direkt mit seinem Broker abschließt, kann man aber auch ohne Kredite hebeln, man vereinbart dann einfach, dass sich jede Änderung am realen Preis mehrfach auf den CFD-Wert auswirkt. Mit leveraged Positions kann man also schon von kleinen Wertsteigerungen profitieren, wenn sich die Kurse in die andere Richtung bewegen, kann man aber auch mehr Geld verlieren, als man eigentlich gesetzt hat.


M


M wie Mintos: Mintos ist eine baltische Onlinebank, bei der Privatkunden Anteile an P2P-Krediten kaufen können. dabei kann der Anleger wählen, wie risikoreich seine Kreditvergaben sein sollen und dementsprechend bei höherem Risiko auch höhere Renditen erreichen.

M wie MDAX: Der MDAX ist ein deutscher Aktienindex und gleicht in vielerlei Hinsicht dem DAX, allerdings orientiert er sich nicht an der 30 größten Unternehmen, sondern an den darauf folgenden 60, also an den Unternehmen auf den „Rängen“ 31 bis 90.


N


N wie Nasdaq: Die Nasdaq ist ein US-amerikanischer Aktienmarkt und steht für National Association of Securities Dealers Automated Quotations. Die Nasdaq ist die älteste elektronische Börse der Welt und läuft seit dem 8.Februar 1971.

N wie Nasdaq Composite: Der Nasdaq Composite ist der größte Aktienindex an der Nasdaq. Da die Kursänderungen von über 3000 Unternehmen in den Nasdaq Composite einberechnet werden, unterliegt er meiste keinen allzu heftigen Schwankungen und bietet eine relativ risikoarme Anlagemöglichkeit. Nachdem er im Zuge der Dotcom-Blase bis über 5000 Punkte gestiegen war, dauerte es danach wieder bis 2015, bis er diesen Wert wieder übertraf. Mittlerweile liegt der Index bei über 10.000 Punkten. Im Zuge der äußerst dynamischen Erholung im März erreichte der Technologie Index ein neues Allzeithoch.

N wie Nasdaq-100: Der Nasdaq-100 ist ebenfalls ein Aktienindex und bildet die Kursänderungen von den 100 Unternehmen an der Nasdaq ab, die nicht im Finanzsektor tätig sind und die die höchste Marktkapitalisierung besitzen. Also die Unternehmen, bei denen die Anteile, die frei am Markt gehandelt werden, den höchsten Kapitalwert haben. Da es sich bei diesen Unternehmen zu einem großen Teil um Technologiefirmen handelt, wird der Nasdaq-100 auch oft als Technologie-Index der USA gesehen. Dies war auch der Grund für die enorme Auswirkung der Dotcom-Blase auf den Nasdaq-100, der in diesem Zug seinen Stand innerhalb von zwei Jahren vervierfachte, um nach dem Platzen der Blase wider auf ein fünftel seines Höchstwertes zu sinken. Da der Wert der Marktkapitalisierung auch ausschlaggebend für den Einfluss auf den Index ist, sind die Big Five mittlerweile für fast 40% des Index verantwortlich. Auch der Nasdaq-100 erreichte nach der Coronakrise ein neues Allzeithoch. Vor allem Apple, Facebook, Amazon, Alphabet und Microsoft haben eine sehr hohe Gewichtung im Nasdaq-100 (diese 5 Aktien machen 38,33% des Indexes aus).

N wie Nikkei 225: Der Nikkei 225 (kurz für Nikkei Heikin Kabuka) ist der japanische Leitindex und daher neben den chinesischen Indizes der meistbeachtete Index Asiens. Anders als die meisten anderen Indizes wird beim Nikkei 225 nicht die relative Änderung der jeweiligen Aktienwerte für die Berechnung genutzt, sondern die Preise der jeweiligen Aktien werden aufaddiert. Dadurch ergibt sich das Problem, dass ein Unternehmen mit einem hohen Preis für eine Aktie einen größeren Einfluss auf den Index hat, als ein größeres Unternehmen, das aber eine höhere Anzahl an Aktien auf dem Markt hat, die damit einzeln weniger Wert sind. Durch Korrekturfaktoren sollen die so entstehenden Verzerrungen aufheben, jedoch kann somit nicht auf lange Sicht der Nikkei 225 als exaktes Abbild der japanischen Wirtschaft genutzt werden. Wie die gesamte japanische Wirtschaft erreichte auch der japanische Leitindex Ende der 90er seinen Höhepunkt und sank nach dem Platzen einer gewaltigen Kreditblase. Seitdem hat der Nikkei 225 nie wieder seinen damaligen Höchstwert von 38.957,44 erreicht.


P


P wie Peer-to-Peer: Ein Peer-to-Peer-Kredit oder auch P2P ist ein kleiner Kredit einer Privatperson. Der Unterschied zu gewöhnlichen Krediten besteht in der Tatsache, dass bei P2P-Krediten das Geld nicht von einer Bank kommt, sondern von einer anderen Privatperson (daher Peer-to-Peer (engl. peer = Gleichgestellter)). Da es sich meist um kurzfristige Konsumkredite handelt, haben diese häufig einen hohen Zinssatz von teilweise über 10%.


R


R wie Risikolebensversicherung: Eine Risikolebensversicherung ist eine klassische Lebensversicherung, bei der den Hinterbliebenen eines Versicherten im Falle seines Todes eine bestimmte Summe ausgezahlt wird. Anders als bei einer Kapitallebensversicherung wird dem Versicherten, wenn er ein bestimmtes Alter überschreitet, keinen Betrag ausgezahlt. Der einzige Fall, in dem der Versicherte Geld ausgezahlt bekommt, ist, wenn er während der Vertragslaufzeit stirbt, dafür sind die Versicherungsbeiträge niedriger, als bei Kapitallebensversicherungen.

R wie Robinhood: Der amerikanische Online Broker „Robinhood“ hatte in der Coronakrise mit Unzähligen neuen Kunden zu kämpfen. Millionen von Amerikaner suchten in der Krise offenbar ein neues Hobby und begannen mit diesem Broker ihre Börsenkarriere. Schon nach wenigen Wochen explodierten die Nutzerzahlen und man merkte schnell, dass hier nicht nur seriöse Investoren unterwegs sind (s/o Wallstreetbets). Die schnelle Erholung an den Aktienmärkte ist wohl auch auf diese Art der Investoren, bzw. Trader zurückzuführen. Besonders deutlich wird der Einfluss dieser neuen Trader, wenn man sich Aktien wie Tesla oder auch Kodak anschaut. Letztere Aktie gewann an einem Tag über 2000% an Wert, nachdem die US-Regierung eine Staatshilfe für das Unternehmen angekündigt hatte. Solche rasanten Ansteige sah man auch schon in der Dotcom-Blase. Auch insolvente Unternehmen stehen auf der Favoritenliste der Generation Robinhood, so auch Hertz, Wirecard & Co.


S


S wie S&P500: Der S&P500 (Standard & Poor’s 500 oder auch SPX500) ist ein US-amerikanischer Aktienindex, der die Entwicklung der 500 größten AGs der USA wiedergibt. Anders als etwa beim DAX wird in den S&P500 keine Dividendenauszahlung einberechnet, der Wert steigt also tendenziell weniger schnell. Wie auch bei anderen Indizes bestimmt die Marktkapitalisierung der einzelnen Unternehmen, wie hoch der Einfluss der Unternehmen auf die Gesamtänderungsrate haben.


T


T wie Tesla: Kein anderes Unternehmen hat in den letzten Monaten so viel Aufmerksamkeit und Wertsteigerung erhalten wie Tesla. Momentan ist Tesla der wertvollste Autohersteller der Welt, nachdem das Unternehmen von Elon Musk seit dem Coronacrash mehr als 400% Wertsteigerung erfahren hat. Mittlerweile sind sich aber viele Anleger und Experten einig, dass der Konzern eigentlich überbewertet ist und irgendwann wohl wieder an Wert verlieren wird. Tesla gehört zweifellos zu einem der spekulativsten Werte der letzten Monate und hat sich schon lange von seinem Substanzwert entfernt.

T wie Technische Analyse: Die sogennante technische Analyse ist neben der fundamentale Analyse eine weitere Art der Finanzanalyse. Die technische Analyse versucht aufgrund der Kurshistorie die zukünftige Entwicklung vorherzusagen. Wichtig zu wissen ist, dass diese Art der Analyse das Unternehmen aus fundamentaler Sicht überhaupt nicht betrachtet, sondern rein durch Chartmuster und technische Indikatoren die Wertentwicklung voraussagt.


W wie WKN: Die Wertpapierkennnummer (WKN) wurde 1955 eingeführt und ist eine der gängigsten Identifikationsmöglichkeiten für Wertpapiere. Eine Wertpapierkennnummer hat immer 6 Stellen. Die WKN wurde 2003 durch die ISIN (International Securities Identification Number) abgelöst.